Entwicklung des Devisenmarktes
Ein System, bei dem eine Währung in eine andere getauscht wurde, hat es bereits zu Zeiten der Römer gegeben Heute hingegen ist der Forex-Markt der größte Devisenhandelsmarkt der Welt – mit einem Tagesumsatz von über 1,5 Billionen Dollar!
Vor dem Zweiten Weltkrieg verhielt sich der Fores-Markt stabil und veränderte sich wenig: Im Wesentlichen handelten die meisten Händler immer noch nach dem von den Römern verwendeten System. Tatsächlich versuchten während jener Zeit nur wenige Finanziers, Geld auf dem Forex-Markt zu verdienen - was daran gelegen haben könnte, dass die Regierung als auch die Gesellschaft für gewöhnlich argwöhnisch auf die hinab schaute, die mit Währungen spekulierten.
Indess erfuhr die Zeit zwischen 1944 und 1973 eine bedeutende Veränderung - sowohl im Hinblick auf die Betrachtungsweise des Forex-Handels seitens der Finanziers als auch die Funktionsweise des Forex-Markt selbst.
Zunächst erfolgte diese Wandlung aufgrund des von Nazi-Deutschland (beinahe erfolgreich) unternommenen Versuchs (indem sie Millionen falscher Pfund-Banknoten druckten), den Wert des Britischen Pfunds zu untergraben.
Dies führte dazu, dass nach dem Zweiten Weltkrieg neue Maßnahmen zur Regulierung von Währungsspekulationen erforderlich wurden, um damit wieder einen stabilen Forex-Markt einzuführen. Diese Maßnahmen wurden im Bretton-Woods-Abkommen zusammen gefasst, welches ein System kursgestützter Währungen festlegte. Im Wesentlichen bedeutete dies, dass alle wichtigen Währungen der Welt am Dollar festgemacht wurden, dieser wiederum orientierte sich am Goldwert.
1973 brach dann jedoch hauptsächlich aufgrund der neu entstehenden Europäischen Union das Bretton-Wood-Abkommen zusammen und Devisen wurden nunmehr unter einem System gehandelt, das heute als « Streubesitz (= Free Float“) bekannt ist. Im Gegensatz zu dem kursgestützten System, erlaubt die Free-Float-Methode einen freien Wechselkurs der Währungen untereinander in Abhängigkeit von deren Stärke.
Da sich ein Free-Float-System näher am « realen » Wert einer Währung orientiert, wurde den Händlern durch den Systemwechsel freies Handeln auf dem Markt ermöglicht, bei dem sich die Zentralbank eines Landes lediglich einmischt, wenn sie ihre Währung bedroht sieht - wie es in den späten 1980ern in Großbritannien und in Asien in den späten 1990ern der Fall war.




