Was ist Forex
Der Devisenhandel (foreign Exchange) beinhaltet einen zeitgleichen Kauf und Verkauf von Währungen. Der Devisenmarkt (Forex) ist mit einem Umsatz von täglich über 1.9 Billionen Dollar der weltweit größte Finanzmarkt (Quelle: Bank für internationalen Zahlungsausgleich, September 2007). Das ist mehr als die Dreifache Summe des amerikanischen Aktienhandels und der Staatskasse zusammen. Im Gegensatz zu anderen Finanzmärkten verfügt der Forex-Markt über keinen festen Standort. Es gibt keine Börsenzentrale. Er funktioniert über ein elektronisches Netzwerk von Banken, Unternehmen und Privatpersonen, die eine Währung gegen eine andere handeln. Durch das Fehlen einer physischen Börse ist der Forex-Markt rund um die Uhr zugänglich - Handelszeiten sind von Sonntag 16:00 bis Freitag 16:30 Eastern Standard Time (EST) , und reicht von einer Zeitzone zur Nächsten über die wichtigsten Finanzzentren hinweg.
Zuvor war Investoren der Zugang zum Devisenmarkt lediglich über Banken möglich, die große Mengen an Währungen für geschäftliche und Anlagezwecke umsetzten. Im Laufe der Zeit hat sich das Handelsvolumen rasant erhöht, insbesondere nachdem für Wechselkurse 1971 das Streubesitz oder "Free Float-System" zugelassen wurde.
Vorteile des Forex-Marktes
Hohe Liquidität: Der Forex-Markt ist der liquideste Markt der Welt mit einer niedrigen Transaktionskosten. Die Einzelhandelstransaktionskosten (Bid-Ask-Spread) betragen unter normalen Marktbedingungen gewöhnlicherweise weniger als 0,1% (10 Pip oder Punkte). Bei größeren Händlern kann der Spread 3-4 Pips betragen.
Nicht an Börse gebunden: Händler am Forex-Markt kaufen oder verkaufen eine Währung für eine dritte Person. Damit gibt es keine Wechselbeziehung zwischen dem Devisenmarkt und der Börse. Für eine Währung definiert sich eine Hausse oder Baisse mittels der Aussichten ihres Relativwertes gegenüber anderer Währungen. Sofern die Prognosen positiv sind, erhalten wir eine Hausse, bei welcher ein Händler durch den Kauf einer Währung profitiert.
Umgekehrt haben wir eine Baisse für andere Währungen,, falls die Prognosen pessimistisch ausfallen und Händler profitieren durch den Verkauf ihrer Währung. In jedem Fall bieten sich stets gute Handelsgelegenheiten für die Händler. Interbankmarkt - Das Rückgrat des Forex -Marktes besteht aus einem globalen Händlernetzwerk. Dieses sind vorwiegend große Handelsbanken, die sowohl miteinander als auch mit ihren Kunden über ein elektronisches Netzwerk und telefonisch kommunizieren und Handel betreiben.
Es gibt keine geregelte Börse, die an zentraler Stelle unterstützend für Transaktionen zur Seite steht, so wie es im Falle des Aktienmarktes die New Yorker Börse tut.. Der Forex-Markt funktioniert auf ähnliche Weise wie der NASDAQ in den USA, deshalb nennt man diesen auch einen OTC-Markt (over the counter).
Niemand kann den Markt bestimmen - Der Forex-Markt ist dermaßen groß und verfügt über derartig viele Beteiligte, dass kein einzelnes Unternehmen, nicht einmal eine Zentralbank, die Marktpreise für längere Zeit kontrollieren könnte. Sogar Interventionen mächtiger Zentralbanken sind zunehmend unwirksam und nur von kurzer Dauer. Daher neigen Zentralbanken immer weniger dazu, sich in die Marktpreise einzumischen oder oder diese zu manipulieren.




